Blueposts · 10.7.2026

Classics Benutzeroberfläche hat sich geändert: Blizzard erklärt neue Namensplaketten und Schlachtzugsfenster

Blizzard erläuterte die Änderungen an Namensplaketten und Schlachtzugsfenstern in Burning Crusade Classic Anniversary, vorläufige Chatbefehle und die UI-Pläne für Classic-Patch 1.15.9.

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Eine Gruppe gerüsteter Abenteurer steht in einer Steinhalle, umgeben von farbigen arkanen Rahmen.

Patch 2.5.6 für Burning Crusade Classic Anniversary sollte fast ausschließlich wichtige Dienstsysteme unterstützen, brachte aber auch sichtbare Änderungen an Namensplaketten und Schlachtzugsfenstern. Die Neuerungen warfen schnell Fragen auf. Blizzard erklärte deshalb, warum sich die Benutzeroberfläche einer älteren Spielversion weiterhin verändert und wie Spieler drei der neuen Einstellungen schon jetzt anpassen können.

Der Bluepost enthält zwei Kernaussagen. Classic nutzt weiterhin eine gemeinsame technische Grundlage mit dem modernen World of Warcraft und erhält deshalb gelegentlich dieselben systemweiten UI-Aktualisierungen. Gleichzeitig räumt Blizzard ein, dass Spieler neue Elemente an ihre eigene Spielweise anpassen können müssen. Die Chatbefehle in Patch 2.5.6 dienen als Übergangslösung, bis die entsprechenden Optionen im Einstellungsmenü verfügbar sind.

Warum ändert sich die Benutzeroberfläche von Classic?

Alle aktuellen Classic-Versionen teilen sich Code mit dem modernen World of Warcraft. Laut Blizzard ermöglicht diese Verbindung die Unterstützung moderner Hardware, zusätzliche Grafik- und Barrierefreiheitsoptionen, eine korrekte Breitbilddarstellung und die Integration von Battle.net.

Die gemeinsame Grundlage bedeutet zugleich, dass die Classic-Benutzeroberfläche technisch nicht vollständig von der Entwicklung der Retail-Version getrennt ist. Wird ein gemeinsam genutztes System aktualisiert, kann sich das auch auf Classic auswirken, obwohl Regeln, Inhalte und Präsentation des Spiels ansonsten das Gefühl einer früheren Ära bewahren sollen.

Die Entwicklung der Schlachtzugsfenster verdeutlicht diesen Unterschied. Das ursprüngliche The Burning Crusade bot lediglich eine Oberfläche, mit der sich einzelne Schlachtzugsgruppen in separate Ansichten herausziehen ließen. Als WoW Classic 2019 erschien, enthielt es moderne Schlachtzugsfenster aus der Battle for Azeroth-Ära. Patch 2.5.5 für Burning Crusade Classic Anniversary verwendete anschließend Fenster auf dem Stand von The War Within, während 2.5.6 sie an die aktuelle Retail-Umsetzung in Midnight anglich.

Es handelt sich also nicht um eine vollständige Übertragung der Retail-Benutzeroberfläche auf Classic. Aktualisiert wurde vielmehr ein gemeinsam genutztes technisches System, dessen sichtbare Auswirkungen Namensplaketten und Schlachtzugsfenster betreffen.

Drei Einstellungen sind per Chatbefehl verfügbar

Blizzard hob drei Einstellungen hervor, die sich in 2.5.6 mit einem /script-Befehl ändern lassen. Jeder Befehl muss genau wie unten dargestellt in das Chatfenster des Spiels eingegeben werden.

  • Klassenfarben auf gegnerischen Namensplaketten anzeigen: /script C_CVar.SetCVar("nameplateShowClassColor", 1);
  • Klassenfarben auf den Namensplaketten verbündeter Spieler anzeigen: /script C_CVar.SetCVar("nameplateShowFriendlyClassColor", 1);
  • Die Bannindikator-Überlagerung auf Schlachtzugsfenstern deaktivieren: /script C_CVar.SetCVar("raidFramesDispelIndicatorOverlay", 0);

Die ersten beiden Einstellungen erleichtern es, die Klassen von Spielercharakteren anhand der Farbe ihrer Namensplakette zu erkennen. Die dritte deaktiviert die Hervorhebung für bannbare Effekte in den Schlachtzugsfenstern. Blizzard nannte in demselben Beitrag weder eigene Befehle zum Zurücksetzen noch Einzelheiten dazu, ob die Einstellungen dauerhaft gespeichert werden. Beides sollte daher nicht aus diesen drei Zeilen abgeleitet werden.

Die Befehle sind nicht als endgültige Bedienoberfläche gedacht. Blizzard erklärte, die entsprechenden Einstellungen voraussichtlich in der Woche nach dem Forenbeitrag im Einstellungsmenü zugänglich zu machen. Dabei handelte es sich um eine relative Schätzung, nicht um die Zusage eines bestimmten Datums.

Patch 1.15.9 bringt den Bearbeitungsmodus in weitere Classic-Versionen

Dieselbe UI-Ausrichtung soll auch Classic Era, Season of Discovery und Hardcore erreichen. Blizzard plant Patch 1.15.9 für die Woche um den 19. Juli; die Bereitstellung soll im Rahmen der regulären wöchentlichen Wartung der jeweiligen Region erfolgen. Diese Formulierung legt weder einen weltweit einheitlichen Startzeitpunkt noch ein genaues Veröffentlichungsdatum für jede Region fest.

Die auffälligste Neuerung des Patches ist der Bearbeitungsmodus. Damit können Spieler Teile der Benutzeroberfläche anordnen, ohne für das gesamte Layout auf Addons angewiesen zu sein. Das Update soll außerdem Änderungen an Namensplaketten und Schlachtzugsfenstern enthalten, die den bereits in Burning Crusade Classic Anniversary 2.5.6 eingeführten Anpassungen ähneln.

Für Classic ist das ein bedeutender Schritt, er sollte jedoch eng ausgelegt werden. Blizzard kündigte den Bearbeitungsmodus und ähnliche UI-Änderungen an, nicht sämtliche Funktionen der Retail-Benutzeroberfläche für jede Classic-Version.

Addons benötigen möglicherweise Updates

Die technischen Änderungen an der Benutzeroberfläche sind auch für Addon-Entwickler relevant. Blizzard warnte, dass einige Addons Fehler verursachen könnten, bis ihre Entwickler kompatible Aktualisierungen veröffentlichen. Das Unternehmen erklärte nicht, dass jedes Addon seine Funktion verlieren werde.

Die Addon-API von Patch 1.15.9 soll derjenigen von Burning Crusade Classic Anniversary 2.5.6 sehr weitgehend entsprechen. Blizzard empfiehlt Addon-Entwicklern, ihre Erweiterungen schon in 2.5.6 zu testen, bevor 1.15.9 erscheint. Die Einschränkung ist wichtig: Die APIs sollen sich sehr ähnlich sein, ihre vollständige Identität wird aber nicht garantiert.

Spieler sollten wichtige Addons vor der wöchentlichen Wartung auf Updates prüfen und damit rechnen, dass manche UI-Layouts angepasst werden müssen. Wenn ein Addon Fehler meldet, sollte zunächst nach einer vom Entwickler bereitgestellten, mit 2.5.6 oder 1.15.9 kompatiblen Version gesucht werden.

Worauf sollten Spieler als Nächstes achten?

Zunächst ist die Umsetzung im Einstellungsmenü entscheidend: Sind alle drei Einstellungen leicht zu finden und verhalten sie sich wie ihre Entsprechungen als Chatbefehl? Danach richtet sich der Blick auf die regionale Einführung von Patch 1.15.9, die Funktionsweise des Bearbeitungsmodus in Classic und die Updates der Addon-Entwickler.

Blizzards Erklärung beseitigt nicht alle Reibungspunkte, die eine Änderung der Benutzeroberfläche mit sich bringt, macht die Richtung aber deutlicher. Die neuen Fenster sind Teil der Weiterentwicklung der gemeinsamen Codebasis. Die Anpassungsmöglichkeiten sollen als sichtbare Einstellungen verfügbar werden, damit Spieler sich nicht dauerhaft Chatbefehle merken müssen.

Quelle und Einordnung

Dieser Artikel ist eine eigene deutschsprachige Zusammenfassung des offiziellen Blizzard-Forenbeitrags von wow-anniversary.fi. Er ist keine direkte Kopie des Originalbeitrags.

Originalbeitrag im Blizzard-Forum