Rechtsfälle · 10.8.2010

Scapegaming bleibt Blizzards größte Warnung für Privatserver

Das 2010 erlassene Urteil gegen Scapegaming zeigt, wie ernst eine Privatserver-Sache werden kann, wenn Urheberrechte, Gewinne und statutäre Schadensersatz zusammenwirken.

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Scapegaming bleibt Blizzards größte Warnung für Privatserver

Der Fall Scapegaming bleibt weiterhin das Beispielsfall, den Spieler zitieren, wenn es um Blizzards Privatserver-Enforcement geht. Im Urteil des Central District of California in der Sache Blizzard Entertainment Inc. v. Alyson Reeves et al., 2:09-cv-07621, wurde am 10. August 2010 Alyson Reeves, t.a.n. Scapegaming, mit einem endgültigen Urteil verurteilt.

Die Summe war gewaltig: $88.594.539,00. Der Vermerk des Rechtsakts bezeichnet das Urteil als umfassend: $3.052.339 in entehrten Gewinnen, $85.478.600 in statutären Schadensersatz und $63.600 in Anwaltsgebühren. Ein späterer Vermerk wiederholt denselben Gesamturteilsbetrag.

Warum die Zahl so groß wurde

Das Urteil erreichte eine default-Urteilsstelle, was bedeutet, dass ein default-Urteil nicht das gleiche Prozessverfahren wie ein gerichtlich geführtes Verfahren ist, bei dem beide Seiten alle fakultären Fragen vollständig litigierte. Wenn ein Angeklagter defaultt, kann der Gerichtsprozess anerkannte Anklagesätze akzeptieren und dann Schadensersatz aus den Beweisunterlagen des Klägers bestimmen.

Selbst mit dieser Einschränkung ist das Urteil wichtig, da es zeigt, wie groß die Schadensersatzforderungen sind, die Blizzard einfordern kann, wenn eine Privatserver-Sache als kommerzielle Urheberrechtsoperation aufgefasst wird. Der Vermerk bezieht sich auf entehrte Gewinne, statutäre Schadensersatz und Anwaltsgebühren. Diese Kategorien können schnell anwachsen, wenn der Kläger argumentiert, dass viele geschützte Werke und viele verletzende Handlungen beteiligt sind.

Die lange Schattenwolke über World of Warcraft-Privatserver

Scapegaming wurde zu einem Referenzpunkt, da es eine private-Server-Auseinandersetzung in ein konkretes federal Urteil mit einer Geldsumme umwandelt. Für den durchschnittlichen Spieler ist es einfach, die Geschichte auf das Headline-Geld zu reduzieren. Für Operatoren ist nützlicher Lerneinfall die Struktur: Einnahmen, kopierte geschützte Materialien, Dienstleistung und Mangel an Verteidigung können in katastrophale Folgen kombiniert werden.

Das Urteil ist alt, aber es hilft weiterhin zu erklären, warum neuerer Blizzard-Kompläne so viel Raum für Zahlungen, Startprogramme, Konto-Systeme, modifizierten Clients und organisierte Teams verschwenden. Blizzard sagt nicht nur, dass ein Server existiert. Es baut eine Szene auf, in der ein Geschäft von World of Warcraft-Assets profitiert und Spieler Zugang zu einer unerlaubten Dienstleistung haben.

Deshalb gehört Scapegaming neben den neueren Turtle WoW und Project Ascension-Aussagen. Turtle WoW zeigt das moderne Verbotsergebnis. Project Ascension zeigt ein breites modernes Klageschreiben. Scapegaming zeigt die ältere Schadensersatzendpunkte, die immer noch über die gesamte Privatserver-Diskussion schweben.

Quelle und Abgrenzung

Bei diesem Artikel handelt es sich um die eigene lokalisierte Zusammenstellung des Gerichtsdokuments von wow-anniversary.fi. Es handelt sich weder um eine direkte Übersetzung der Originalveröffentlichung noch um ein Rechtsgutachten.

Originales Gerichtsdokument